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Betreuungshilfe, Erziehungsbeistandschaft

Zielgruppe

 

Mit dem Angebot der Betreuungshilfe und Erziehungsbeistandschaft richtet sich der Träger an ältere Kinder (ab etwa 9 Jahren), Jugendliche und junge Volljährige jeglicher Herkunft und beiderlei Geschlechts aus der gesamten Region Hamburg, die allgemein in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind, die Unterstützung der Jugendhilfe bei der Bewältigung ihrer altersgemäßen Entwicklungsaufgaben benötigen, die Schwierigkeiten haben mit ihren Eltern, Familien, ihrer sozialen und kulturellen Integration und mit der Entwicklung einer realistischen Schul-, Berufs- und Lebensperspektive, die überfordert sind mit den Anforderungen ihres unüberschaubaren und belastenden Alltags, in kindeswohlgefährdenden Familienverhältnissen leben und/oder sich in akuten Krisensituationen mit selbst- und/oder fremdgefährdenden Verhalten befinden.

Die Hilfe kann innerhalb des familiären Umfelds, aber auch bei älteren und selbständigeren Jugendlichen in eigenem Wohnraum erfolgen bzw. kann diese auch den Auszug eines Jugendlichen oder jungen Volljährigen in eigenen Wohnraum und die damit verbundenen emotionalen und sachbezogenen Schwierigkeiten vorbereiten, begleiten und unterstützen.

Die Betreuungszeiten richten sich grundsätzlich am individuellen Bedarf aus. So liegen die Betreuungszeiten bei Kindern, die noch zur Schule gehen, in der Regel eher in den Nachmittags- und frühen Abendstunden (bis ca. 20:00), während bei Jugendlichen und jungen Volljährige die Betreuung abhängig von der jeweiligen Lebenssituation und dem Unterstützungsbedarf sowohl vielfach in den Morgenstunden (z.B. Behörden- und Ämterbegleitung) als auch bis in die späteren Abendstunden (z.B. wenn der Adressat berufstätig oder in Ausbildung ist) durchgeführt wird.

 

Ziele des Angebotes

 

Die vom Träger angebotenen Hilfen zur Erziehung nach §30 SGB VIII zielen bei der Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Volljährigen vorrangig auf die Förderung ihrer Verselbständigung und hierbei insbesondere darauf, dass die jungen Adressaten ihre aktuellen, teilweise gravierenden und entwicklungsgefährdenden Probleme u.a. in den Bereichen Schule, Ausbildung, Devianz, Gesundheit, Wohnen, Finanzen etc. unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes bearbeiten und bewältigen können, sich ihre persönliche Lebenssituation stabilisiert und sie zunehmend selbständig ihren individuellen Alltag bewältigen und ein eigenverantwortliches Leben führen können.

 

Bei der Zielgruppe der älteren Kinder liegt der Schwerpunkt der Hilfe auf Unterstützungsleistungen, die, möglichst unter Erhalt des Lebensbezugs zur Familie, vor allem die Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten und Konflikten innerhalb der Familie oder mit anderen Bezugspersonen, die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und –problemen (z.B. Auseinandersetzung mit eigenem Körper und Rollenverhalten), den Aufbau von Sozialkompetenz, Erarbeitung angemessener Konfliktlösungsstrategien und Entwicklung einer altersentsprechender Freizeit- und Spielkultur in den Blick nimmt.

 

Die Hilfe ist in jedem Fall auf die jeweilige individuelle Situation und dem gegebenen Hilfebedarf der jungen Menschen angepasst und verfolgt auf diese Weise das Ziel der wohlverstandenen Interessenvertretung der Adressaten. Orientiert an der jeweiligen Situation und den Fähigkeiten der jungen Hilfeempfänger werden gemeinsam Strukturen und neue Kompetenzen entwickelt, um alltägliche Anforderungen, belastende Probleme und individuelle Schwierigkeiten bewältigen zu können. Die Betreuungsintensität richtet sich nach dem jeweiligen individuellen Hilfebedarf, den Kompetenzen, Fähigkeiten und Ressourcen der Hilfeempfänger und dem Grad der Problembelastung.

 

 

Ziele der Erziehungsbeistandschaft bzw. der Betreuungshilfe bezogen auf die Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen:

  • Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und Bearbeitung von Entwicklungsproblemen.

  • Förderung der jungen Menschen im schulischen bzw. Ausbildungsbereich, Entwicklung einer schulischen, beruflichen und allgemeinen Lebensperspektive.

  • Bearbeitung von Konflikten mit den Eltern, im familiären System, mit der Herkunftsfamilie, mit wichtigen Bezugspersonen (ggf. Sicherung des Verbleibs von Kindern bei ihren Eltern).

  • Klärung des gesundheitlichen und Entwicklungszustandes und ggf. Einleitung von notwendigen medizinischen und/oder Fördermaßnahmen.

  • Förderung im emotionalen Bereich, Aufbau von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.

  • Bewältigung vorhandener Problemlagen, Konflikte und Krisen.

  • Förderung von individuellen Interessen und Neigungen, Entwicklung eines altersangemessenen Freizeitverhaltens.

  • Soziale und kulturelle Integration.

  • Partizipation an wichtigen, die jungen Menschen betreffenden Entscheidungsprozessen verwirklichen.

  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit, Entwicklung eines angemessenen Sozial- und Konfliktverhaltens.

  • Verbesserung der Reflexionsfähigkeit, Selbst- und Fremdwahrnehmung.

  • Bearbeitung und Überwindung devianter Verhaltensweisen (Schulverweigerung, Delinquenz, Sucht), hierbei Zusammenarbeit mit spezialisierten sozialräumlichen Institutionen (z.B. Drogenberatungsstellen, JGH, REBUS etc.).

  • Sicherung des Lebensunterhalts

  • Einleiten eines Schuldnerberatungs-Prozesses.

  • Ggf. Umzug in eigenen Wohnraum, Sicherung eigenen Wohnraums.

  • Erlernen der selbständigen Vertretung eigener Ansprüche gegenüber Institutionen, Ämtern und Behörden.

  • Förderung der Verselbständigung entsprechend des individuellen Entwicklungstandes und persönlicher Fähigkeiten.

  • Befähigung zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung.

 

Ziele der Erziehungsbeistandschaft bzw. der Betreuungshilfe bezogen auf die Eltern, Sorgeberechtigten, die Herkunftsfamilie:

  • Gegebenenfalls Sicherung des Verbleibs der Kinder in der Familie.

  • Stabilisierung der psychosozialen Situation der Familie.

  • Verbesserung des Kommunikationsverhaltens der betroffenen Personen/ Familienmitglieder untereinander.

  • Aufarbeitung vorhandener Konflikte und Probleme mit Herkunftsfamilie, Angehörigen und anderen Bezugspersonen.

  • Stärkung vorhandener Kompetenzen.

  • Förderung von Selbstreflexion und Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung.

  • Initiieren von gemeinsamen Unternehmungen.

  • Vermittlung sozialräumlicher Kenntnisse über unterstützende Angebote im Wohnumfeld der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien.

  • Motivation zur Aufnahme weiterer Hilfeleistungen (z.B. Aufnahme von Therapie oder Schuldnerberatung)

 
Max und Moritz Jugendhilfe e.V. - Hamburg, Powered by Joomla!